Neues vom Wiener Kongress

Metternich gegen Napoleon

Ein Film von Roswitha und Ronald P. Vaughan

ORF 3 Sendung am Montag, 20. Oktober 2014 um 21.15 Uhr!

Vor 200 Jahren fand in Wien ein weltgeschichtlich einmaliges Treffen statt. 8 Monarchen und Vertreter aus 65 Staaten, sowie ein Heer von deren Begleitpersonal mitsamt zehntausenden Adabeis, bevölkerten die kleine Stadt Wien und ihre Vororte nahezu 9 Monate. Rund um den Kongress wurde viel getanzt, geredet und geflirtet, aber auch die hohe Politik kam nicht zu kurz. Das Friedenswerk hielt immerhin genau ein Jahrhundert lang, die Welt von einer globalen Katastrophe ab.

Das Gleichgewicht der Mächte ist auch das Spezialgebiet von Dr. Henry A. Kissinger, Politologie-Professor an der Harvard Universität, US-Präsidentenberater, Aussenminister und Friedensnobelpreisträger schrieb seine erste große wissenschaftliche Arbeit zum Thema “Das Gleichgewicht der Großmächte”. Professor Kissinger ist heute noch mit rüstigen 91 Jahren voll im Einsatz und er berät mit seiner New Yorker Firma exklusiv und diskret Kunden aus Wirtschaft und Politik. Interview-Anfragen werden meist abgelehnt, doch zum Thema Metternich nahm sich die Politiklegende eine halbe Stunde Zeit, um über jenen österreichischen Machtpolitiker zu reden, der für ihn vielleicht auch ein Stück Vorbild war.

Der Film bezieht seine Spannung aus den beiden politischen Gegenpolen Fürst Metternich und Napoleon Bonaparte. Ein historisches Treffen, das es zwischen den beiden im Jahr 1813 in Dresden gegeben hat, ist quasi im Wortlaut dokumentiert. Es zeigt einen siegessicheren Metternich und einen verbohrten Napoleon, der lieber in Ehre untergehen will als sich den alten Mächten kampflos zu beugen. .

Das Gestalterteam Roswitha und Ronald P. Vaughan lässt diese beiden Hauptakteure in einer Spielszene zusammen treffen. Peter Strauss und Victor Couzyn rekonstruieren das verbale Duell, das sich Metternich und Napoleon geliefert haben. Ungefähr 8 Stunden haben die beiden hinter verschlossenen Türen lebhaft diskutiert und danach aus der Erinnerung Protokolle angefertigt.

Und der Film zeigt die Stadt Wien ein letztes Mal als Player der Weltgeschichte. Nie mehr wieder sollte die Habsburgermetropole eine solche internationale Bedeutung erlangen als vor zweihundert Jahren, als hier die Neuordnung Europas festgeschrieben wurde.

Informationen auf orf.at

Diese ORF 3sat Produktion entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma BLITZBLANK und mit Förderung durch das Land Niederösterreich

Eric(h) Zeisl - Ein unvollendetes Leben

Also available in English as: Eric(h) Zeisl - An Unfinished Life

Ein Film von Herbert Krill and Katharina Schulenberg-Leduc
Buch und Regie: Herbert Krill

Erich (später Eric) Zeisl, der von 1905 bis 1959 lebte, war ein österreichischer Komponist jüdischer Abstammung, der 1938 zuerst nach Paris, dann nach New York und schließlich nach Los Angeles emigrierte. Nach vielversprechenden Anfängen und ersten Erfolgen im Wiener Musikleben musste er sich im Exil als Filmkomponist und Lehrer über Wasser halten. Nach seinem frühen Tod gerieten seine von der Romantik beeinflussten, moderat-modernen Werke in Vergessenheit. Der Film schildert das Abenteuer der Wiederentdeckung dieses zu Unrecht unbekannten Komponisten.

Eric(h) Zeisl, who lived from 1905 to 1959, was an Austrian composer of Jewish descent, who in 1938 emigrated to Paris, then to New York and finally to Los Angeles. Although in Vienna his career had started to show promise, in the New World he was reduced to working as a film composer and music teacher. After his death, his compositions were forgotten, but are now being rediscovered.